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Valtellina



Im Norden Italiens, in der Regione Lombardia (Province Sondrio) erstreckt sich - vom Osten nach Westen verlaufend - das einzigartige Alpental VALTELLINA. Auf dem sonnigen Abhang der Rhätischen Alpen, auf charakteristischen Weinbergterassen wird, unter extrem schwierigen Arbeitsbedingungen für die Weinbauern, bereits seit dem 16. Jahrhundert die Nebbiolo-Traube (in VALTELLINA "Chiavenasca" genannt) angebaut. Bereits die Kelten und Ligurer bauten im VALTELLINA schon Weinreben an.
Die Nebbiolo-Traube wird heute zu 95% in den Weinbergen bis über 600 m ü.d.M. angebaut. Seit 1968 haben diese Weine die Ursprungsbezeichnung "VALTELLINA DOC" und "VALTELLINA Superiore DOC; seit 1998 ist auch die DOCG VALTELLINA (Kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung) erlaubt. In diesem klassifizierten Gebiet mit etwa 850 ha Weinbergen werden etwa jährlich 3,6 Mill. Liter Valtellina Superiore DOCG und Valtellina DOC produziert. Es gibt fünf klassische Superiore-Lagen, beginnend vor Tirano bis Sondrio und weiter nach Berbenno (ca. 45 km).

Anbaufläche: (Angaben von 2003)

Valtellina Superiore DOCG Valgella         136,94 ha
Valtellina Superiore DOCG Inferno           54,91 ha
Valtellina Superiore DOCG Grumello         77,79 ha
Valtellina Superiore DOCG Sassella         130,06 ha
Valtellina Superiore DOCG Maroggia         25,00 ha

Sonstige VALTELLINA Superiore DOCG  187,93 ha
Rosso di VALTELLINA DOC                    240,13 ha (incl. VALTELLINA Sforzato DOCG)

Rosso di VALTELLINA DOC: Die Trauben werden sowohl in tiefen Lagen wie auch in Gebieten über 600 m ü.d.M. angebaut. Nach der Anerkennung der DOCG-Bezeichnung wurden die DOC-Vorschriften überarbeitet und teilweise verändert. Die Lagerungszeit wurde verkürzt, sodaß es jetzt möglich ist, den Valtellina DOC-Wein bereits nach 6 Monaten (ab 1. Dezember nach der Weinlese) zu trinken. Es ist ein frischer Wein mit einem feinen Fruchtgeschmack, der aber die edlen Kennzeichen der Valtellina Superiore Weine bewahrt. Einige DOC-Weingärten in der Gemeinde Albosaggia, in Marrogia, und in Baruffina in der Gemeinde Tirano wurden zu DOCG-Weingärten aufgewertet.

VALTELLINA SUPERIORE DOCG: Seit dem 1. Dezember 2000 werden auf den Valtellina Weinetiketten die Bezeichnung "Valtellina Superiore DOCG" angeführt und zudem werden auch die Superiore-Lagen (Valgella, Inferno, Grumello, Sassella, Maroggia) angegeben. Ab dem 1. Dezember 2001 wird auch die Bezeichnung "Riserva" auf der Etikette derjenigen Weinen stehen, welche gemäß den Herstellungsvorschriften gelagert worden sind. Die gelesene Traubenmenge für Valtellina Superiore DOCG-Weine ist auf 7 Tonnen pro Hektar begrenzt. Das "Consorzio Vini Valtellina" überprüft alle abgegebenen Trauben bezüglich Menge und Qualität (ein Einzelfall in Italien). Die in den Gebieten Valgella, Inferno, Grumello, Sassella und Maroggia gelesenen Trauben müssen einzeln, d.h. nach Gebiet verarbeitet werden. Erst nach dem bestandenen Qualitätstest des Weinmostes dürfen die Weine die DOCG-Bezeichnung und nach weiteren 36 Monaten die Bezeichnung "Riserva" benutzen. Die Valtellina Superiore DOCG-Weine müssen nach der Kelterung während mindestens 24 Monate (davon 12 in Eichenfässern in Weinkellern mit konstanter Temperatur) lagern.

SFORZATO di VALTELLINA DOCG: Der Sforzato (im Dialekt Sfursat genannt) ist ein besonderer Wein aus Nebbiolo-Trauben (auch Strohwein des Valtellina genannt). Seinen Namen verdankt er einer uralten Trocknungsmethode für die Nebbiolo-Trauben. Nur die besten Trauben aus dem DOC- und DOCG-Gebieten werden verwendet. Vor der allgemeinen Weinlese werden die besten Trauben von Hand gelesen und sorgfältig aussortiert. Dann werden sie einschichtig in Holzkästchen gelegen. Die Trauben werden gereinigt, auf Holzgitterwerken ausgebreitet und für 3-4 Monate (vom Oktober bis Jänner) in trockenen und gelüfteten Räumen (die "Fruttaio" genannt werden) gelagert. Während dieser Zeit übernimmt das trockene und luftige Klima des Valtellina die Arbeit. Ende Jänner haben die Trauben ca. 40% ihres Gewichtes verloren. Sie sind getrocknet, ihr Saft ist konzentriert, aromatisch und sehr intensiv. Im Februar findet die Kelterung statt, auf welche, mit Hilfe der Hefen, eine langsame Gärung erfolgt. Danach muß der Wein mindestens 24 Monate lang zuerst in Holzfässern und dann in Flaschen zur Reifung und Verfeinerung gelagert werden.

Das neue Disziplinar von 1998 für Valtellina und Valtellina Superiore

 

Valtellina DOC/Valtellina Sforzato DOC

Valtellina Superiore DOCG

Rebsorten

Nebbiolo: 80-100%;andere Sorten: bis 20%

Nebbiolo: 90-100%
andere Sorten: bis 10%

Pflanzdichte

mindestens 4.000 Rebstöcke/ha für Neupflanzungen

mindestens 4.000 Rebstöcke/ha für Neupflanzungen

Hektarertrag

10.000 kg

7.000 kg

Tolerierter Mehrertrag

20%

20%

Weinausbeute der Trauben

Valtellina:70%;Sforzato:60%

70%

Weinertrag pro Hektar

Valtellina: 7.000 Liter Sforzato: 6.000 Liter

5.600 Liter

Mindestalkohol

natürlich: 10°

natürlich: 11Vol.%
mit Lagenbezeichnung Valgella, Inferno, Grumello, Sassella: 11,5 Vol% verkaufsfertiger Wein:
12 Vol.% (Annata)
resp. 12.5 Vol.% (Riserva)

Analytik

verkaufsfertiger Wein:
11 Vol.% (Annata),
resp. 14 Vol.% Sforzato Gesamtsäure: mindestens 4,5 g/lt.
Trockenextrakt: 20 g/lt. Sforzato Gesamtsäure: mindestens 5 g/lt., Trockenextrakt: 25 g/lt.

Gesamtsäure:
mindestens
5 g/lt.
Trockenextrakt: 22 g/lt.

Ausbauzeit

Valtellina: sechs Monate
Sforzato: zwei Jahre

zwei Jahre, davon eines in Holzfässern
Riserva: 3 Jahre

Vorschriften bezüglich Kelterung und Ausbau

 

innerhalb des Produktionsgebietes;
mit Erlaubnis des Landwirtschaftsministeriums kann der Ausbau im schweizerischen Grenzgebiet erfolgen.

 

Rebsorte Nebbiolo (in Valtellina Chiavenasca genannt):
Eine hervorragende italienische Rotweinrebe, die als die älteste bodenständige (13. Jahrhundert) und zugleich auch beste Sorte des Piemont gilt und sich durch eine natürliche Selektion weiterentwickelt hat. Der Name leitet sich vom Wort "nebbia" ab. Sie gedeiht dort am besten, wo im Herbst häufig milde Frühnebel die Trauben zum Reifen bringen und weist gleichzeitig auch auf die späte, vielfach erst im November stattfindende Ernte hin.
Sortenmerkmale: Blatt > mittelgroß bis groß, drei- bis fünflappig, gezähnter Blattrand, offene bis geschlossene, V-förmige Stielbucht.
Traube > mittelgroß bis groß, pyramidenförmig, geschultert, dichtbeerig
Beere > klein und unscheinbar, rund, dunkelviolett, dünnschalig, bereifte Schale.
Die Rebe gedeiht am besten auf steinigen Hang- oder Steinlagen. Sie ist blüteempfindlich, gegen Oidium sehr anfällig und neigt zum Verrieseln. Der Ertrag ist mittelmäßig und bewegt sich im allgemeinen zwischen 50-60 hl/ha.
Weinbeschreibung: Farbe > granatrot bis tief dunkelrot, mit orangeroten Reflexen. Die Weine sind etwas lichtempfindlich und können im Alter leicht bräunliche Töne annehmen.
Bukett > reiches, mit ätherischen Bestandteilen versehenes, intensives Bukett mit goudronartigem Duft und Aroma (vielschichtige Geruchsmischung aus Veilchen und Teer)
Geschmack >> trocken, kraftvoll im Körper, vollmundig, kernig und mit entsprechender Säure und Alkoholgehalt ausgestattet.
In der Jugend schmeckt der Wein infolge seines Tanningehaltes rauh und herb. Mit zunehmendem Alter verfeinert er sich zusehends. Er verliert dabei seine Herbheit und schmeckt dann weich, samtig und voll auf der Zunge.
Gesamteindruck > ein hochwertiger, alkoholreicher, langlebiger Rotwein.
Synonyme in Italien: Chiavenasca, Spanna, Spana, Picotener, Prugnet, Nebbiolo Canavesano, Lampia, Michet.

Der Meinung vieler Weinkenner, daß die mit Feingefühl aus optimalen Trauben gekelterten Valgella, Inferno, Grumello, Sassella und Maroggia, zum Größten gehören, was Italien bei Weinen zu bieten hat, kann man sich als Weinliebhaber nur anschließen. Nicht punkto Konzentration natürlich, sondern in Bezug auf Eleganz, auf die Raffinesse der Frucht, auf die Komplexität und die Langlebigkeit. Eigenschaften, die aus dem Zusammenwirken des Nebbiolo und des unvergleichlichen Terroirs des Valtellina erwachsen.

Die Winzer des Valtellina (Vignaioli Valtellinesi):

Das Valtellina zählt rund 3.000 Winzer, die Trauben erzeugen, aber die selbstvermarktenden Kleinwinzer lassen sich an einer Hand aufzählen. Im DOCG-Gebiet sind lt. Consorcio Vini Valtellina 1.307 Winzer registriert, im DOC-Gebiet 999 Winzer. Das Consorcio Vini Valtellina wurde 1976 gegründet und 1997 durch neue Statuten der heutigen Zeit angepaßt. Es vertritt sämtliche Weinkellereien und Weinbetriebe der Provinze Sondrio und des Volposchiavo in der angrenzenden Schweiz. Es gibt 21 Mitglieder des Consorcio Vini Valtellina, wobei die Großen, wie Nino Negri, Triacca, Nera ..... etwa ¾ der gesamten Valtellina-Trauben vinifizieren.

Die Mitglieder des Consorzio Vini Valtellina sind:

Arturo Pelizzatti Perego (AR.PE.PE) Sondrio,  Balgera Chiuro,  F.Iii Bettini S. Giacomo di Teglio,  Cantina Di Villa e Bianzone Villa di Tirano,  Conti Sertoli Salis Tirano,  Sandro Fay S. Giacomo di Teglio,  Fondazione Foijanini Sondrio,  Gianatti Giorgio Montagna in Valtellina,  Leusciatti Gerardo Sondrio,  Mamete Prevostini Mese,  Marsetti Alberto Sondrio,  Motalli Renato S. Giacomo di Teglio,  Nino Negri Chiuro,  Nobili Silvano Sondrio,  Pietro Nera-Caven Camuna Chiuro,  Plozza Tirano, Brusio (CH) Pola Tirano, Campocologno (CH),  Aldo Rainoldi Chiuro,  Triacca (CA.VI.TRIA.),  Villa di Tirano,  Triacca Pietro Campascio (CH),  Zanolari Giuliano - La Torre Bianzone (Poschiavo CH).

Seminare:

"Valtellina" TSOV-Seminar am 6.4.2006