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Toskana




Das Weinbaugebiet Toskana, der gleichnamigen italienischen Region mit der Hauptstadt Florenz umfasst rund 64.000 Hektar Rebfläche. Die Region liegt an der ligurischen Küste
und wird im Osten von den Apenninen begrenzt. Das Weinbaugebiet ist landschaftlich eine
der schönsten, sowie geschichts- und kunstträchtigsten Gebiete Italiens. Schon lange vor Christi Geburt und vor den Römern bauten hier die Etrusker Wein an. In der Antike bildete das Gebiet das nach dem Urvolk benannte Land Etrurien. Ab dem 3. Jahrhundert vor Christi wurden dann die Etrusker von den Römern aufgesaugt. Die Römer verliehen das Land an altgediente Legionäre für ihre Verdienste um das Vaterland. Ab dem 11. Jahrhundert entstanden die Stadtstaaten Florenz und Siena, ab dieser Zeit begann durch den Bedarf der rasch wachsenden Städte die Blüte der toskanischen Wein-Kultur.
Untrennbar verbunden mit der Geschichte ist die Familie der Medici, die im hohen Maße
Kunst, Wissenschaft und Weinbau förderten.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde unter
der Herrschaft der Medici die Toskana geeint und 1569 von Papst Pius V. (1504-1572) zum Großherzogtum erhoben.
Großherzog Cosimo III. führte Anfang des 17. Jahrhunderts 150 Rebsorten ein und es
wurden von ihm im Jahre 1716 die Grenzen für den Weinbaubereich Chianti festgelegt.
Nach Aussterben der Medici trat Franz Stephan von Lothringen das Erbe an. Im Jahre 1860 wurde die Toskana durch Volksabstimmung mit dem Königreich Sardinien vereinigt, mit dem es dann 1861 im neuen Königreich Italien aufging. Im 19. Jahrhundert definierte Baron Ricasoli die strengen Regeln für die Herstellung eines Chianti.

Die Rebsorte: Sangiovese mit ihren zahlreichen Klonen (Synonyme: Morellino, Niellucio, Prugnolo Gentile, Sangiovese di Lamole, Sangiovese di Romagna ....)
kann grob in zwei Familien: Sangiovese Grosso (Brunello, Prugnolo Gentile und Sangiovese di Lamole) und Sangiovese Piccolo (Chianti) eingeteilt werden, wobei
sich diese Einteilung auf die Größe der Beeren bezieht, aber keine Qualitätseinteilung bedeutet.
Diese Rebsorte ist mit knapp 90.000 Hektar (das sind rund 10%
der Gesamt-Rebfläche Italiens) die häufigst angebaute italienische Rotwein-Sorte.
Die Sorte ist uralten Ursprungs (worauf auch die Bedeutung des Namens "Blut Jupiters" hindeutet) und war wahrscheinlich schon
den Etruskern bekannt. Bis in das 19. Jahrhundert war auch der
Name Sangioveto gebräuchlich.
Sangiovese ist die Grundlage bzw. die Leitsorte u.a. auch für die bekannten Weinsorten Chianti Classico, Brunello di Montalcino, Rosso di Montalcino oder
auch Vino Nobile di Montepulciano.
Ein Charakteristikum dieser Rebsorte ist die langsame und späte Reife. Weine aus der Sangiovese-Rebsorte gekeltert sind in der Regel dichte Weine mit viel Tannin und Säure und sind zumeist fruchtig, alkoholreich und für eine lange Lagerung geeignet.